PFLEGE diskursiv: Warum Auszeiten für Familien mit schwer erkrankten Kindern so wichtig sind
In der Radiosendung „PFLEGE diskursiv“ auf Freirad Innsbruck spricht Gastgeberin Alexandra Welzenberger mit Horst Szeli, Gründer von Arche Herzensbrücken, über die Lebensrealität von Familien mit schwer erkrankten Kindern. Im Zentrum steht die Frage: Was brauchen diese Familien wirklich – und warum sind echte Auszeiten so schwer zugänglich?
Arche Herzensbrücken bietet Familien mit schwer erkrankten Kindern einen geschützten Ort, an dem sie gemeinsam Kraft tanken können. Anders als klassische Familien- und Betreuungsangebote und Hospizaufenthalte ist Arche Herzensbrücken mit dem einzigartigen Konzept speziell auf die Bedürfnisse der Familien abgestimmt – sowohl pflegerisch als auch emotional.
Der Hintergrund: Viele Familien stehen rund um die Uhr unter enormem Druck. Pflege, finanzielle Belastungen und emotionale Ausnahmesituationen lassen kaum Raum für Erholung. Klassische Angebote scheitern oft daran, dass die notwendige Betreuung nicht gewährleistet werden kann und Eltern kaum Entlastung erfahren.
Ganzheitliche Entlastung für die ganze Familie
Ein zentrales Element ist die 1:1-Betreuung der erkrankten Kinder durch Pflegekräfte. Dadurch werden Eltern erstmals wirklich entlastet. Ergänzt wird das Angebot durch Therapien wie Musik-, Kunst- oder tiergestützte Einheiten sowie durch ehrenamtliche Betreuung für gesunde Geschwisterkinder.
Gerade Geschwister stehen oft im Hintergrund – bei Arche Herzensbrücken bekommen auch sie Aufmerksamkeit, Zeit und individuelle Begleitung. Gleichzeitig entsteht Raum für Gespräche, emotionale Entlastung und neue Perspektiven für die gesamte Familie.
Ein starkes Netzwerk als tragende Säule
Was aus einer persönlichen Erfahrung heraus entstand, hat sich zu einem großen Netzwerk entwickelt: Pflegekräfte, Therapeut:innen, Ehrenamtliche und Partnerorganisationen arbeiten gemeinsam daran, Familien bestmöglich zu unterstützen.
Dabei geht es nicht nur um Betreuung, sondern um echte Beziehungen. Viele Familien bleiben über Jahre in Kontakt – ein Zeichen für Vertrauen, Nähe und nachhaltige Begleitung.
Begleitung über das Leben hinaus
Ein besonders berührender Aspekt: Die Begleitung endet nicht mit dem Aufenthalt. Wenn Kinder im palliativen Setting die letzte Reise antreten, bleiben Beziehungen bestehen. Ab 2026 plant Arche Herzensbrücken spezielle Trauertage, um Familien auch in dieser Phase Halt zu geben.
Damit wird ein oft übersehener Bedarf sichtbar: Auch nach dem Verlust braucht es Räume für Trauer, Orientierung und Gemeinschaft.
Podcast anhören
Die Sendung zeigt eindrucksvoll, wie herausfordernd der Alltag betroffener Familien ist – und wie wichtig ganzheitliche Unterstützung sein kann. Arche Herzensbrücken schafft nicht nur Auszeiten, sondern echte Verbindungen und neue Kraftquellen.
Den gesamten Podcast hört ihr hier:



