Herzensbrücken
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FREIRÄUME GEMEINSAM GESTALTEN

Ankommen

In einem ersten Schritt können die Familien in ihrem eigenen Tempo ankommen, sich mit der neuen Umgebung vertraut machen, das Herzensbrückenteam kennenlernen und in wohnlicher und liebevoller Atmosphäre eine Pause vom Alltag einlegen und zur Ruhe kommen.

Kraft tanken

Das erkrankte Kind, die Eltern, die Geschwister – alle sind körperlich, psychisch und seelisch erschöpft. Um wieder zu Kräften zu kommen, können die Familien aus unterschiedlichen Angeboten wählen.

Die Eltern und Geschwisterkinder können in unserem Haus entspannen und die Seele baumeln lassen, sich für sich selbst und füreinander Zeit nehmen, sich verwöhnen lassen und dabei erzählen und plaudern oder einfach nur schweigen und genießen.

Wie es sich für eine richtige Auszeit gehört, brauchen sie sich weder um die Zimmer noch um das Essen zu kümmern. Sie können die Natur genießen, spazieren gehen, aus einer großen Anzahl von Freizeitangeboten wählen oder einfach gemeinsam nichts tun.

Alles kann, nichts muss in Anspruch genommen werden.

Das erkrankte Kind wird während Auszeiten für Eltern und Geschwisterkinder von unserem Team betreut. Gemäß den Grundlagen unseres Handelns legen die Eltern und unser Team den Umfang und den Inhalt der Betreuung gemeinsam fest.

Zuversicht gewinnen

Mit der Ruhe und dem Aufladen der Akkus kehren beim erkrankten Kind, den Eltern und den Geschwistern auch der Lebensmut, die Lebensfreude und die Zuversicht zurück.

Lang verschüttete Ressourcen werden wiederentdeckt, bisherige Bewältigungsstrategien werden weiterentwickelt und gegebenenfalls neue entwickelt.

Auf Wunsch werden die Familien von unserem interdisziplinären Team und von ehrenamtlichen Mitarbeitern begleitet.

Eine wichtige Rolle kommt dem Austausch mit den anderen betroffenen Familien zu. Er hilft, die eigene Situation aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und voneinander zu lernen. Probleme, Erfahrungen und Lösungen werden geteilt. Der Austausch lässt Freundschaften wachsen, die im Alltag durch Krankheit und zeitliche Einschränkungen beeinträchtigt sind und die oft lange über den gemeinsamen Aufenthalt bei uns bestehen bleiben. Es ist ein zentrales Anliegen unserer Begleitung und Betreuung, den Austausch und Kontakt mit anderen zu fördern und die Verbundenheit unter unseren Familien zu stärken.

Sinn finden

„Zuletzt aber zeigt sich, dass auch dort, wo wir mit einem Schicksal konfrontiert sind, das sich einfach nicht ändern lässt, sagen wir mit einer unheilbaren Krankheit, mit einem inoperablen Karzinom, … ja gerade dort, lässt sich das Leben noch immer sinnvoll gestalten.“ (Viktor Frankl)

Während ihrer Aufenthalte bei uns erleben die Familien, dass sie ihren Alltag trotz aller Einschränkungen Tag für Tag aufs Neue sinnvoll gestalten können. Im hingebungsvollen und liebevollen Dienst an der Sache oder in der Liebe zu einer Person oder einer Aufgabe. Jeder Einzelne für sich, aber auch gemeinsam als Familie.

Durch das gemeinsame Zurücklegen eines Stückes des Weges entsteht ein Rahmen, in dem Ängste, Konflikte und Tabuthemen angesprochen werden können. So wird eine offene Kommunikation möglich, die während der Hektik des Alltags oder der beschränkten Besuchsstunden in einem Krankenhaus, in denen man nicht wirklich unter sich sein kann, kaum zu erreichen ist.

Viele unausgesprochene Themen können aufgearbeitet werden. Die gesamte Bandbreite innerfamiliärer Dynamiken sowie Prozesse der Auseinandersetzung mit dem Leben und dem Tod finden Zeit und Raum.

Die Arche Herzensbrücken ist ein Ort des Lachens und manchmal auch der Trauer, des Redens und manchmal auch der Ruhe.

Unser Team aus den Bereichen Therapie, Psychologie, Lebens- und Sozialberatung, Mediation und Lebens-, Trauer- und Sterbebegleitung bereitet die Familien in dieser Phase achtsam auf ihr Morgen vor.

Häufig wird dieser Prozess im Nachhinein als sehr wertvoll empfunden, weil dadurch eine Besinnung auf das Wesentliche und Wertvolle im Leben erfolgen kann.